nachilfestunden

wer in der schule nicht begreift, was die lehrer beibringen, geht in die nachhilfestunde – falls dann das bedürfnis zum begreifen und die nötige finanziellen mittel vorhanden sind. oft werden menschen in nachhilfestunden geschickt – sie möchten da aber gar nicht unbedingt hin.
politiker beschimpfen sich ab & zu auch mit den worten: «sie haben wieder ihre hausaufgaben nicht gemacht, sie sollten in die nachhilfestunde...» und mit ähnlichen derogativa.

weniger zielgerichtet gedacht ist weiterdenken, die permanenz des denkens im leben, der nachhilfestunde sehr nahe. das sagt auch das schönbanale: «man hat nie ausgelernt». und manchmal hilft das leben mit dem vorschlag-hammer nach: dann wird’s einem eingebläut. die «bläuele» (subkutaner bluterguss) ist ein geflicke am körper – farbenfroh und voll von abwechslungsreichen empfindungen – ein sicht- und spürbarer flick.

SEw huhnei001
SEw wc001

> arbeitslos > weiterbildung > wissensflick > mikro-justiz > LSD > counter culture > grimmelshausen: simplizissimus > voltaire: candide > wetzel: herrmann und ulrike; belphegor > human capital

[mvs:030313]

nietzsche, slightly misinterpreted

gott dachte, ja mich gibts, nietzsche dachte, gott ist tot : mobbing am glaubensplatz! und wo ist der ombudsfrau? - "nix da! jetzt komme ich!" donald duck sagte das (ist alles kultur, gäll - und jetzt, gegenwärtig.)

SEw nietzsche01

> gott lebt! (hmmm... and who said that?!? : most probably george 'don duck' double v bush)

[mvs:05....]

NO: N : nachruf : nichts nirgend niemand nie : O : obituary : oh only one existence, and how missing!

now we are not supposed to wonder, but to grief : and so it is : the cat is dead. there are no words to comfort us : she is gone. no words will ever comfort me, ever. it is as it is : gone for ever.

the gods who invented dead, he or she or they (if there is a quasi committee of them) should be condemned to eternal grief; the gods, who do not exist, and therefore are not responsible for nothing and any of the sort of it, should finally be run over by a car : the sooner the better.

fate : if you can hear me (you seem to be deaf anyway) : hammer yourself, then let your hammer rest and take some comforting pills : have a rest or hide in a tomb (but never ever use your bad spells on any existing thing or existence anymore : you suck - and you sure know it!) : you are no good for any of us - put a spell on yourself, harm yourself and let us fuck up in peace. we surly can do worse than you, but we can do better, once in a while, if you let us wish our wishes and let us : whatever : not that we know what to do with our wishes, but : leave us alone! it can't get worse.

GODS, GODDESSES, FATE! : under whatever name you make your appearances! : FUCK OFF! we don't need you! you are a pain in the bum, and even worse : in the heart (which you tend to talk to, don't you, but which you only exert).

in one word : there is no need for you. there is enough pain - got it? (get a fucking life and do with it what ever you want - 'but next time you see me coming you better run' : no kidding here pal - i will come after you : be scared : i'm worse than you : cause you taught me! (and for gods and fates sake : i'm a good student, worse than that : i've got a brain; even worse : i use it, and worst: i use it against you! (and you, supposedly the brain of all brains : forget it! there is no brain at all. it's only blood pumping through a system - the important things got nothing to do with it : it's all there (metaphysics), and we are all a bit short of it. or something. i'm here, i'm listening. i'm wide awake : and all i can say is : YOU STAY OUT OF MY LIFE! : 'cause i've got one. AND I MAKE YOU TO STAY OUT OF IT - UNDERSTOOD!)))

no, it can't get any worse - no relief :

SEw deadcat001

[mvs:070603]

notes, prendre de

Les notes qu’on prend en vue d’un travail ne servent jamais à rien.

paul leauteaud : journal littéraire xvii, p.7

da hat er ja wohl für sich schon recht : wenn er es in bezug auf ein literarisches werk sagt, was beim ihm ‘roman’ heisst. einen roman will er nicht mehr schreiben und seine notes sind ihm zu langweilig, eben weil sie auf einen roman hinzielten. die notes als werk hat er aber dann in seinem ‚journal litteraire’ entdeckt : die täglichen aufzeichnungen, nicht als tagebuch im sinne des 19.jahrhunderts, sondern als literarische erzählung seines lebens, das ist ein text, in dem ich gern lese: unprätentiös, durchaus eingestandenermassen auch manchmal selbstverliebt, aber mit sehr ‚offenen augen’ und, in aller kurligkeit, mit warmem herz.

[mvs:060612]

 

J’ai voulu me remettre ce soir à lire les Mémoirs du Retz (encore un achat, l’année dernière, 300 frs, qui ne m’a pas réussi). Il n’y a pas moyen. C’est assommant. Au moins pour moi, c’est illisible. Tout le long de quatre volumes, fournis en matière, quels que soient le sujet, les circonstances, c’est le même débit, le même ton, la même monotonie de style, et un abus de détails er de mots inutiles : parfois, d’ailleurs. Le talent de Retz comme intrigant, conspirateur, aventurier quelque peu, ne suffit pas à donner de la vie, du mouvement. Je ne sait pas s’il avait de l’ésprit, de la passion? Rien en paraît.

paul leauteaud : journal littéraire xvii. p.281

SEw leautaud05www

nouvelle

nouvelles de la république des lettres: wie bayle dann sein eigenes buch anzeigt und nicht bespricht: „On fait ordinairement un miserable personnage lors qu’on parle soi même de ses écrits. il vaut donc mieux que je ne dise rien de ce livre“.

SEw nouvelle journal170302

[mvs:170302]

Novalis

„Ächte Unschuld – ist absolute Elasticitaet – nicht zu überwältigen.“
Novalis: Das allgemeine Brouillon 188.
manchmal wüsst ich gerne, wovon er spricht.

SEw flowers001

[mvs: 071016]

nuscheln

die franzosen sprechen französisch und das, was sie dafür halten. ich, als idiot de la famille, hab immer wieder akustische schwierigkeiten, in die nähe des interpretationsmöglichen zu kommen : es klingt halt immer, als ob mehrere aussagen gleichzeitig getönt würden : „pas de deux“ und „pas de dieu“ klingen dann sehr ähnlich (aus dem kontext lässt sich das dann auch nicht erschliessen) : und : bei den brillianten franzosen weiss man dann nie, ob es absicht ist und sich ein brilliantes bonmot dahinter versteckt oder ob sie einfach einen zungenschlag haben, oder einen mimen, um gescheiter zu tönen, als sie sind. und bei den zweitsprachigen, die fremdsprachig mitnuscheln, weil sie denken, dass das dann einheimischer klingt, frag ich mich dann wirklich, ob nuscheln nicht eine inkompetenztarnkappe ist : man kann eine sprache auch verständlich sprechen, wenn man sie beherrscht. ich, als zuhörender, will meinen gesprächsbeitrag ja nicht auf ‚hä?’, ‚wie bitte’ oder ‚ich hab grad eine ohrenentzündung’ reduzieren. also leute, es ist nicht cool, undeutlich zu sprechen. es ist sehr uncool, weil es outet den sprechenden zum unverständlichen abfall hin, den man gar nicht verstehen möchte, so als zuhörer.

und, um den franzosen nicht unrecht zu tun : das phänomen findet sich in allen sprachen, soweit sie mir bekannt sind.

> wissenschaft

[mvs:090117]